Warum kontinuierlich verbessern?

In produzierenden Unternehmen liegt der Fokus häufig auf dem laufenden Betrieb – Aufträge abarbeiten, Maschinen am Laufen halten, Liefertermine einhalten. Prozesseffizienz gerät dabei oft in den Hintergrund.

Dabei steckt genau hier enormes Potential: Ein typischer Auftragsdurchlauf – von der Auftragsannahme über die Fertigung bis zur Auslieferung – enthält zahlreiche Schleifen, Wartezeiten und manuelle Übergaben, die Zeit und Geld kosten.

Bild: Darstellung eines ineffizienten Auftragsdurchlaufs [Eigene Darstellung]

Durch viele kleine Verbesserungen kann sich der Aufwand sehr schnell rechnen, da es auf die Häufigkeit ankommt. Angenommen, Sie schreiben täglich zwei Angebote, die jeweils 25 Minuten dauern. Wir könnten den Prozess verbessern und beispielsweise auf 20 Minuten reduzieren, sodass Sie pro Angebot fünf Minuten sparen. Dann ist die Rechnung einfach:

2 Angebote/Tag x 5 Tage x 50 Wochen im Jahr x 5 min Ersparnis = 5,2 Tage Ersparnis im Jahr

Der Schlüssel ist der KVP – Kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Keine riesigen Umbauprojekte, sondern kleine, gezielte Verbesserungen: Werkzeug liegt griffbereit, Material steht rechtzeitig am Arbeitsplatz, Übergabeprozesse sind klar definiert. Jede Minute, die ein Mitarbeiter weniger sucht oder wartet, ist eine Minute mehr wertschöpfender Arbeit.

Bild: Darstellung eines effizienzeren Auftragsdurchlaufs [Eigene Darstellung]

Und die Rechnung ist einfach: Kleine Einsparungen, multipliziert über alle Schichten, Tage und Aufträge im Jahr, ergeben schnell mehrere Wochen gewonnene Kapazität.

Was würden Sie mit dieser Zeit machen?